Nach dem Stellenabbau der vergangenen Jahre, sei es für die Beschäftigten zu einer enormen Arbeitsverdichtung gekommen, berichteten die ver.di-Vertreter Wolfgang Dagner und Dirk Stockfisch. Dagner, Stockfisch und sechs Betriebsvertreter wurden vom Weidener Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch nach Berlin eingeladen, um die Belange der Zivilbeschäftigten an den US-Standorten in Grafenwöhr und Hohenfels direkt bei den Entscheidern in Berlin zur Sprache zu bringen.

Trotz einer Vielzahl an Terminen in einer Sitzungswoche, hatte Uli Grötsch ausführlich Zeit mitgebracht, um gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern nach Lösungen zu suchen. „Für gute Arbeitsbedingungen und den Erhalt der mehreren 1000 Arbeitsplätze werde ich mich weiterhin mit voller Kraft einsetzen“, erklärte der Bundestagsabgeordnete. „Natürlich geht dies nur zusammen mit der US-Armee, die hier als Arbeitgeber Verantwortung trägt.“

Bei dem Gespräch in der amerikanischen Botschaft versicherte Glendon C. Pitts, Verbindungsoffizier für die US-Streitkräfte in Deutschland, dass er die Anliegen der Zivilbeschäftigten gut verstehen könne. Er betonte, dass die Standorte für die USA weiterhin von großer Bedeutung seien. Dies zeige sich an der Vielzahl an Militärübungen, die in der Oberpfalz durchgeführt würden. Den Truppenübungsplatz Grafenwöhr bezeichnete der US-Offizier gar als „Kronjuwel“ der US-Armee.

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Hintere Reihe von links: Wolfgang Dagner, Glendon C. Pitts und Dirk Stockfisch

Auch ein Gespräch mit den SPD-Abgeordneten Gustav Herzog und Thomas Hitschler stand auf der Tagesordnung. Beide kennen die Situation der Zivilbeschäftigten aus ihren Wahlkreisen in Rheinland-Pfalz sehr gut. Neben der hohen Arbeitsbelastung wurden in dem Gespräch auch die noch immer nicht vollständigen Mitbestimmungsrechte der Betriebsvertreter diskutiert. Die Anliegen der ver.di-Vertreter stießen dabei auf offene Ohren. Die SPD-Bundestagsfraktion, so das Fazit nach dem Besuch, wird sich weiterhin für die Belange der Zivilbeschäftigten bei den Stationierungsstreitkräften stark machen. Termine für weitere Arbeitstreffen in Grafenwöhr und in Berlin wurden bereits vereinbart.