Von Aufregung war keine Spur, als Staatsministerin Aydan Özoğuz zusammen mit MdB Uli Grötsch dem AK Asyl in der Asylstraße in Weiden einen Besuch abstattete. Mutig und aufgeweckt zeigten die Kinder der Staatsministerin ihre Hausaufgaben. Aydan Özoğuz widmete sich geduldig den verschiedenen Arbeitsblättern der Jungen und Mädchen und erkundigte sich nach ihren Lernfortschritten.

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„Diese Aufgabe verstehe ich, aber was ist mit der darunter? Kannst du mir erklären, wie du das lösen musst?“, fragte Aydan Özoğuz ein Mädchen der fünften Jahrgangsstufe, die bereitwillig über ihren Rechenweg Auskunft gab. Auch bei den Arbeitsgruppen, die mit ihren Lehrern zusammen Deutsch, Englisch oder Biologie übten, legte die Staatsministerin bei ihrem Gang durch die Räume der Hausaufgabenbetreuung einen Stopp ein.

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Ursula und Jost Hess, die den AK Asyl vor 30 Jahren gründeten, erzählten den Besuchern von ihrer täglichen Arbeit: „Als 1985 die ersten Flüchtlinge in Weiden ankamen, beherrschten Vorurteile das Bild in der Bevölkerung. Dieser ablehnenden Haltung wollten wir entgegenwirken.“ Mittlerweile betreut der AK Asyl rund 250 Flüchtlings- und Migrantenkinder aller Altersstufen.

Aydan Özoğuz zeigte sich beeindruckt und begeistert vom Engagement des Ehepaars Hess, den Mitarbeitern und den ehrenamtlichen Helfern des Arbeitskreises: „Es ist wirklich toll, wie gut hier Integration gelingt und wie sehr Sie sich für Toleranz und gegenseitige Akzeptanz einsetzen.“ Jost Hess erzählte, dass es in den Räumen des Arbeitskreises keine Flaggen gibt: „Lediglich die Pace-Flagge ist hier geduldet. Ansonsten gibt es selbst während der Fußballweltmeisterschaft keine Fahnen, denn hier sind alle gleich.“

In einem anschließenden Gespräch mit dem Ehepaar Hess informierten sich Aydan Özoğuz und Uli Grötsch über die täglichen Herausforderungen der Arbeit im Arbeitskreis. Beide boten sich als Ansprechpartner und Vermittler an und sicherten ihre Unterstützung zu.