RMH_2 - KopieSulzbach-Rosenberg. Das Rohrwerk Maxhütte ist nicht nur ein Sulzbach-Rosenberger Traditionsunternehmen – sondern bis heute eine wichtiger Arbeitgeber und Hersteller hochwertiger Stahlrohrprodukte für verschiedenste Industriesparten. Diesen Eindruck gewann eine hochkarätig besetzte Delegation der bayerischen SPD-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, die im Rahmen einer Oberpfalzbereisung auf Vermittlung von MdB Uli Grötsch in der Stadt Sulzbach-Rosenberg zu Gast war.

Betriebsratsvorsitzender Karl-Heinz König und Geschäftsführer Harry Nimmerjahn begrüßten die insgesamt zehn Bundestagsabgeordneten, angeführt vom Landesgruppenvorsitzenden Martin Burkert, den beiden Staatssekretären Florian Pronold und Anette Kramme und den beiden Oberpfälzer Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder und Uli Grötsch. Unter den Gästen waren auch Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl und der Vorsitzende der SPD-Bezirkstagsfraktion Richard Gaßner. König und Nimmerjahn gaben einen Einblick in den Betrieb, in dem aktuell knapp 500 Beschäftigte tätig sind, darunter 26 Auszubildende.

Beide betonten, dass sich die Marktlage für das Rohrwerk momentan durchaus schwierig gestalte. Dies liege zum einen an einer Wettbewerbssituation, bei der internationale Konkurrenten teilweise staatlich subventioniert ihre Waren zu Dumpingpreisen auf den Markt brächten, die fernab eines realistischen Marktpreises seien. „Wir wollen uns nicht wettbewerbsfrei halten, aber wir wollen einen fairen Wettbewerb“, forderte Nimmerjahn. Zum anderen sei auch die Nachfrage in einigen Branchen teilweise eingebrochen, unter anderem im Kraftwerksbau.

Staatssekretär Florian Pronold konstatierte, dass eine Vielzahl von Ursachen die betriebswirtschaftliche Entwicklung des Rohrwerks belasteten. „Wir setzen uns als SPD-Bundestagsfraktion und in der Bundesregierung dafür ein, dass in Deutschland weiterhin eine zukunftsorientierte Industriepolitik betrieben wird“, versprach Pronold. So habe die SPD beispielsweise bei der Energienovelle darauf hingearbeitet, dass auch stromintensive Betriebe weiterhin entlastet würden. Leider habe die EU-Kommission hier einen Riegel vorgeschoben, was nicht im Sinne der Sozialdemokraten gewesen sei.

Zum Thema Energiewende waren sich die Diskutanten einig, dass diese eines schlüssigen Gesamtkonzepts bedürfe. Für die SPD sei klar, dass Netzstabilität und Versorgungssicherheit wichtige Grundlagen für die industrielle Produktion – gerade bei energieintensiven Betrieben – seien. Dazu gehörten auch konventionelle Kraftwerke, die energetisch auf dem neuesten Stand sein müssten. „Wir wissen, was wir an unserem Industriestandort haben und werden weiterhin mit dem Wirtschaftsministerium an guten Wettbewerbsbedingungen arbeiten“, sicherte Pronold zu.

Martin Burkert ermunterte sowohl die Betriebsführung als auch die Betriebsräte, weiterhin bei den Abgeordneten vorstellig zu werden. „Wir sind für Sie der Türöffner in den politischen Bereich und werden Ihre Argumente gerne nach Berlin tragen“, fasste der Vorsitzende die Position der SPD-Landesgruppe zusammen.