BibershofTraumatisierten Jugendlichen den Weg zurück in ein geregeltes Leben ermöglichen und eine Zukunftsperspektive bieten – das steht im Zentrum der Arbeit des Vereins „Willkommen e.V.“. MdB Uli Grötsch informierte sich vor Ort im Pleysteiner Ortsteil Bibershof über die Einrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und war voll des Lobes für die dort geleistete Arbeit und dem Zusammenwirken der Einrichtung und der Stadt Pleystein, sowie den Bewohnern von Bibershof.

 

Einrichtungsleiter Thomas Geisler und Sabine Lagies als Vertreterin des Trägervereins erläuterten dem Bundesabgeordneten ihr Konzept. „Unser Schwerpunkt liegt in der Arbeit mit schwer traumatisierten jungen Menschen. Wir arbeiten hier mit jugendlichen Flüchtlingen, die in ihren Ursprungsländern ihre ganze Existenz und ihre Familie verloren haben, sich unter unvorstellbaren Bedingungen nach Deutschland durchgeschlagen haben und hier nun neuen Halt finden sollen“, erklärte Geisler. Aktuell werden in Bibershof 10 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren betreut. Die Jugendlichen kommen aus Krisengebieten wie Syrien, Afghanistan, Eritrea oder Somalia.

MdB Uli Grötsch zeigte sich beeindruckt von den vielseitigen pädagogischen Ansätzen. „Hier wird wirklich hochwertige pädagogische Arbeit für junge Menschen in einer extrem schwierigen Lebenssituation geleistet“, war sich der SPD-Abgeordnete sicher und sagte für die Zukunft seine Unterstützung zu.

Besonders lobte die Vertreterin des Trägervereins, Sabine Lagies die Unterstützung durch die Stadt Pleystein sowie den dortigen Bauhof: „Die Zusammenarbeit ist wirklich toll, wir erfahren durch die Stadt jede Unterstützung die wir brauchen“, so Lagies. Auch die Aufnahme durch die Dorfbevölkerung von Bibershof habe sehr gut geklappt, der Kontakt sei reibungslos und freundschaftlich. Einrichtungsleiter Thomas Geisler wies zudem auf die Integration in die örtlichen Sportvereine in Pleystein und Waldthurn hin und warb zugleich um Verständnis für den besonders steinigen Weg, den die Jugendlichen durch ihre extreme Biografie zu gehen hätten: „Das Grauen, von dem uns die Jugendlichen in unseren Gesprächen und Coachings berichten, vermag man sich oftmals gar nicht vorzustellen“, so Geisler.

„Von der hier geleisteten Integrationsarbeit profitieren sowohl die Jugendlichen als auch die ganze Gesellschaft. Wir haben die moralische Verpflichtung den Flüchtlingen zu helfen, die unvorstellbares Leid durchgemacht haben. Und wir müssen Zuwanderung als Chance begreifen, von der auch unsere Region profitiert“, war sich MdB Grötsch abschließend sicher.