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Liebe Leserinnen und Leser,

im ersten Newsletter 2016 schreibe ich Euch unter den Eindrücken der jüngsten rassistischen Ausschreitungen in Clausnitz und Bautzen.

Immer wieder Sachsen! Glaubt noch jemand, dass die Übergriffe auf Asylunterkünfte und die Flüchtlingsbusse in Heidenau, Freital, Bautzen, Clausnitz und anderswo Zufälle sind? Gemessen an der Einwohnerzahl führt Sachsen den traurigen Rekord der meisten Übergriffe auf Flüchtlinge und Asylunterkünfte.

Die Verharmlosung und das systematische Herunterspielen rechter Gefahr seit der Wiedervereinigung in Sachsen rächen sich. Das hat den optimalen Nährboden und das Klima für Neonazis bereitet.

Was sind das für Menschen, die vor brennenden Asylunterkünften jubeln, die Männer, Frauen und Kinder an der Grenze erschießen wollen und dabei „Wir sind das Volk“ brüllen? Das Volk meines Landes sind sie ganz bestimmt nicht!

Wie ermutigend ist es vor diesem Hintergrund, dass es immer mehr junge Menschen wie Julian Bäumler aus Altenstadt gibt. Er absolviert gerade sein Freiwilliges Soziales Jahr in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora und war anlässlich des Gedenktages an die Opfer des NS-Regimes als Teilnehmer des 5-tägigen Programmes „Jugendbegegnung“ im Deutschen Bundestag.

Gerade in einer Zeit, in der Rassismus wieder salonfähig geworden ist, brauchen wir mehr engagierte und politisch interessierte junge Menschen, die braunem Gedankengut entschieden entgegentreten! Das hat uns unsere Geschichte gelehrt.

Den Newsletter zum Download gibt es hier.

Herzliche Grüße
Uli Grötsch