Wir haben uns bei NSU II dafür eingesetzt, dass die rechtsextremen Netzwerke um das NSU-Trio aufgearbeitet werden. Nach monatelanger Arbeit im Untersuchungsausschuss steht für mich fest: Das NSU-Kerntrio wurde von einem breiten Neonazi-Netzwerk unterstützt. Ich halte eine rechtsterroristische Struktur, wie es der NSU war, auch heute noch für möglich. Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Bayern gibt es noch einige weiße Flecken. Deshalb bin ich fest davon überzeugt, dass die Aufklärungsarbeit nicht mit dem Ende des Ausschusses abgeschlossen ist, sondern weiter betrieben werden muss.

Auch wenn die Sicherheitsbehörden die Fehler von damals nicht noch einmal machen würden und ein Mentalitätswechsel bei den Sicherheitsbehörden zumindest eingeleitet wurde, wird dieser allerdings noch nicht auf allen Ebenen von Ausbildung bis hin zur konkreten Ermittlungsarbeit umgesetzt.

Wir sind auch noch nicht am Ziel, die Empfehlungen von NSU I umzusetzen: Rechtsextremismus muss früh in seinen Strukturen erkannt werden, nur dann kann er erfolgreich bekämpft werden. Hier müssen wir unsere Anstrengungen noch weiter verstärken.