Mein Praktikum bei Uli Grötsch – Bericht von Julia Bayer

IMG_5699Mein Name ist Julia Bayer und ich bin 21 Jahre jung. Gebürtig komme ich aus der Oberpfalz, studiere aber bereits im achten Semester Jura an der Universität Würzburg. Aus diesem Anlass habe ich mich um ein Praktikum bei Uli Grötsch bemüht, um auch den Einblick in die Praxis nicht zu kurz kommen zu lassen.

Alltäglich befasse ich mich in meinem Studium in der Theorie mit dem Rechtsstaat. Nun konnte ich jedoch zum ersten Mal einen Blick hinter die Kulissen werfen. Demokratie und Politik leben vom Diskurs und ich kann guten Gewissens sagen, dass dieser hier mehr als angeregt und engagiert betrieben wird, auch wenn er zugegebenermaßen an manchen Stellen mühsam von statten geht. Gerade jetzt ist es wichtiger denn je, die Brücke zwischen Bürger und Staat zu schlagen. Es muss ein intensiver Austausch betrieben werden, um Ängste und Hoffnungen zu kommunizieren und keinen Vertrauensverlust zu riskieren. Genau diese Gräben sollen unsere Abgeordneten als Volksvertreter überwinden und ich bewundere, wie gut das Uli Grötsch gelingt.

Unterstützt wird er dabei von seinen herzlichen und vor allem kompetenten Mitarbeiterinnen Katharina und Selda, die es mir vom ersten Tag an leicht gemacht haben, mich wohlzufühlen. Das liegt daran, dass es nicht nur Spaß macht, dem Team zuzusehen, weil sie sich so toll ergänzen, sondern auch daran, weil ich am Ende des Tages sagen kann: Hier habe ich wirklich etwas gelernt.

DSC_0407Es macht mich zuversichtlich, zu beobachten, mit wie viel Herz sich hier mit Themen wie Rassismus, Extremismus jedweder Art, innerer Sicherheit und Cybersicherheit auseinandergesetzt wird. Deshalb haben insbesondere die Teilnahme an den Innenausschüssen sowie dem NSU-Untersuchungsausschuss inklusive Zeugenvernehmung einen Mehrwert für mich. Weitere Höhepunkte waren die öffentlichen Anhörungen zum Videoüberwachungsverbesserungsgesetz, Einsatz von Bodycams und BKA-Gesetz sowie der Besuch auf der ITB. Aber auch das politische Alltagsgeschäft hat seine Reize: So standen in den Sitzungswochen Fraktionssitzungen, Landesgruppentreffen und der Besuch im Plenum auf der Tagesordnung und waren interessante Erfahrungen. Außerdem kann sich das Praktikantenprogramm der SPD-Fraktion wirklich sehen lassen. Besonders die Gesprächsrunden mit MdB Dietmar Nietan oder der parlamentarischen Staatssekretärin Annette Kramme werden mir in Erinnerung bleiben. Außerhalb der Sitzungswochen war es toll, dass ich auch im Büro vielfältig eingebunden und aktiv gefordert wurde, beispielsweise mit Recherchen oder dem Bearbeiten von Bürgeranfragen. Es wurde sich immer Zeit für mich und meine Anliegen genommen und meine Fragen wurden geduldig beantwortet.

Unterm Strich kann ich auf tolle, lehrreiche vier Wochen in Berlin zurückblicken, in denen ich Teil der Maschinerie „Bundestag“ sein durfte und behaupten, dass meine Erwartungen übertroffen wurden. Mit Uli Grötsch und seinen helfenden Händen darf sich unser Wahlkreis sehr glücklich schätzen, von jemandem im Parlament vertreten zu werden, der seine Aufgabe mehr als ernst nimmt und mit viel Leidenschaft ausübt. Für mich persönlich war es wertvoll, die Juristenbrille einmal abzulegen und manche Sachverhalte aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Abschließend kann ich jedem nur empfehlen, die Gelegenheit eines Praktikums im Bundestag beim Schopf zu packen, wenn sie sich ergibt.

2017-04-17T20:45:35+00:00 24/03/2017|