Mein Praktikum bei Uli Grötsch – Bericht von Simon Grajer

DSC_0452Laut Kalender liegen nun am Ende meines Praktikums vier Wochen hinter mir, dem Gefühl nach kann es aber nicht mehr als eine Woche gewesen sein. Die Zeit verging so rasend schnell in unserem pulsierenden Parlament, dem Deutschen Bundestag. Und woran das liegt, lest ihr, lesen Sie nun.

Vorweg zu meiner Person: Mein Name ist Simon Grajer, ich bin 19 Jahre alt und Weidener, genauer gesagt Neunkirchener. Doch meist bin ich mittlerweile in Passau anzutreffen, wo ich nun schon im vierten Semester Jura studiere.

Seit etwa zweieinhalb Jahren bin ich Mitglied der SPD und kenne Uli Grötsch daher schon eine kleine Weile. Bereits als Schüler hatte ich bei einem Praktikum im Wahlkreisbüro die Gelegenheit einen guten Einblick in den Wahlkreisalltag unseres Weidener Abgeordneten zu bekommen. In den letzten vier Wochen durfte ich diese Erfahrungen durch mein Praktikum in Uli Grötsch´ Berliner Büro um die zweite Hälfte ergänzen: Sitzungsalltag und Parlamentarische Arbeit.

Schon mein erster Tag war aufregend und begann sogleich mit einem ersten Termin. Nach dem herzlichen Empfang von Ulis Mitarbeiterinnen Katharina und Selda sowie einer kleinen Einführung in das Büro und die Arbeit der Mitarbeiterinnen durfte ich schon an einer sehr spannenden Veranstaltung des PraktikantInnen-Programms der SPD Bundestagsfraktion teilnehmen. Gemeinsam diskutierten wir mit Hans-Peter Bartels, dem Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, über seine Arbeit als Wehrbeauftragter, die Bundeswehr und die Herausforderungen und Chancen einer europäischen Verteidigungspolitik. Im Laufe der  vier Wochen nahm ich an weiteren ebenso interessanten Gesprächen mit der Parlamentarischen Staatsekretärin des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, Annette Kramme und mit der Generalsekretärin der SPD, Katarina Barley teil. Nicht fehlen durfte natürlich ein Besuch im Willy-Brandt-Haus und auch der Besuch der Bundespressekonferenz war ein tolles Erlebnis. All diese spannenden Erfahrungen waren übrigens erst das „Beiwerk“, das die Fraktion bot.

In der ersten Woche war noch Zeit sich in aller Ruhe erst einmal die modernen Häuser des Parlaments sowie natürlich unseren prächtigen und so geschichtsträchtigen Reichstag selbst anzusehen – nicht zu vergessen der Besuch der Kuppel – aber dann ging es auch ran an die Arbeit! Als Praktikant kocht man schließlich Kaffee und geht Kopieren, nur nicht im Büro von Uli Grötsch. Ich durfte ähnlich wie seine wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen für den Abgeordneten Recherchieren, Bürgeranfragen beantworten und Gesetzesentwürfe studieren. All diese Tätigkeiten standen logischerweise unter dem Lichte von Ulis politischem Schwerpunkt, nämlich der Innenpolitik mit Fokus auf Polizei, Rechtsextremismus, Terrorismus und auch Cyber-Kriminalität sowie das Nachrichtendienstwesen.  Diese höchstinteressanten und gerade auch die Sozialdemokratie fordernden Themengebiete machte die Arbeit spürbar spannend.

Wie Eingangs beschrieben, verging die Zeit dann rasend: Ich verfolgte, meist von den Gästetribünen aus, des Öfteren aber auch direkt in der zweiten Reihe hinter Uli, mehrere Öffentliche Anhörungen, zwei Sitzungen des Innenausschusses, Treffen der Arbeitsgruppe Inneres der SPD Fraktion, Landesgruppen- und Fraktionssitzungen und natürlich Plenardebatten. Geprägt war dieser umfassende Einblick in die parlamentarische Arbeit aber vor Allem durch Ulis Sorgfalt, Hingabe und Freude bei Erledigung seiner Aufgaben, zum Beispiel als Berichterstatter für das BKA-Gesetz. Kurz um, ich bin wirklich begeistert.

img_9302Zwei ganz besondere Momente bescherte mir Uli in meinem Praktikum zum Einen mit einem Treffen des Bayerischen Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm auf dem Empfang der evangelischen Landeskirche Bayerns und zum Zweiten mit dem Frühjahrsempfang der SPD-Bundestagsfraktion, bei dem ich die Gelegenheit bekam mit einigen sozialdemokratischen PolitikerInnen zu sprechen, unter anderen mit Manuela Schwesig.

Abschließend kann ich nur festhalten, dass meine Begeisterung für Politik neue Schubkraft gewonnen hat und ich so viel in diesen Wochen gelernt und erfahren habe, wie selten zuvor. Dies verdanke ich Uli Grötsch, der mir dieses Praktikum ermöglichte und mich unter großem Vertrauen in seine Arbeit einen Einblicken gewinnen lies. Vor allem aber verdanke ich dies auch Katharina Antoniades und Selda Özdemir, die mir so Vieles beibrachten und mit denen ich bei bester Chemie zusammenarbeiten durfte. Vielen Dank dafür!

2017-04-17T20:41:39+00:00 07/04/2017|