Erfolg im Kampf gegen GVO-Anbau: Sozialdemokraten im Bundestag setzen klare Haltung der Bundesregierung gegen gentechnisch veränderte Organismen durch

10155363_705521162819586_1195721712418874526_nHeute hat der Bundestag mit einer Mehrheit von 459 zu 106 Stimmen beschlossen, dass  die Bundesregierung im Ministerrat der EU für ein nationales Verweigerungsrecht gegen gentechnisch veränderte Organismen (GVO) eintreten muss. Konkret fordert der Bundestag:

 

 

1. Der nationale Ausstieg aus dem Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) muss rechtssicher verankert werden können.

2. Und zwar jederzeit und ohne Angabe von neuen Gründen oder Forschungsergebnissen.

3. Mitgliedstaaten der EU, die GVO wollen, müssen gegenüber ihren Nachbarstaaten Schutzmaßnahmen ergreifen.

4. Gentechnisch veränderte tierische Produkte wie Milch, Honig und Fleisch müssen klar gekennzeichnet werden. Dieses Ziel ist im Übrigen Teil des Koalitionsvertrages, ein ausführlicher Antrag im Sinne mündiger Verbraucher und zur Information verpflichteter Produzenten ist in Arbeit.

Für mich sind diese vier Punkte ein sehr positives Zwischenergebnis. Ich lehne jeglichen Eingriff in die Schöpfung durch gentechnische Veränderung ab. Wir können zwar den Prozess der Evolution durch Veredelung beschleunigen, nichts anderes wird seit Beginn des Ackerbaus und der Viehzucht getan. Aber wir dürfen nur Steine ins Rollen bringen, die wir auch wieder stoppen können. Die Auswirkungen gentechnisch veränderter Organismen auf uns, unsere Umwelt und unsere Nachfahren haben wir schlicht nicht im Griff. Deshalb sollten wir diese Geister nicht rufen.

Hintergrund:

Soll die umstrittene, gentechnisch veränderte Maissorte 1507 in Deutschland angebaut werden? Das beantwortet der deutsche Gesetzgeber nicht alleine. Die Weichen der Landwirtschaftspolitik werden in den Europäischen Institutionen Kommission, Ministerrat und Parlament gestellt. Vor einigen Wochen enthielt sich die Bundesregierung im Ministerrat noch mit einem klaren Statement für oder gegen GVO – da die unionsgeführten Ministerien gegen ein Verbot waren, die sozialdemokratisch geführten aber dafür.

2014-05-22T13:12:49+00:00 22/05/2014|