Grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärken – Uli Grötsch empfängt tschechischen Senator Miroslav Nenutil

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V.l. Uli Grötsch MdB, Margit Kirzinger Bgm. Waidhaus, Miroslav Nenutil

„Solche Treffen sollten wir in Zukunft zumindest vierteljährlich machen“, freute sich der tschechische Senator Miroslav Nenutil, der auf Einladung der Waidhauser Bürgermeisterin Margit Kirzinger und des Waidhauser Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch ins Waidhauser Rathaus gekommen war. „Wir kennen uns nun schon seit so vielen Jahren, wir wollen unsere langjährige Freundschaft nun auch für unsere Region nutzen und die Möglichkeiten bündeln, die sich aus unseren Ämtern ergeben“, so Bürgermeisterin Margit Kirzinger.

Nach einem erfolgreichen Projekt mit der Musikschule in Stribro will die Waidhauser Rathaus-Chefin die Zusammenarbeit auf der kulturellen Ebene forcieren: „Musik verbindet Menschen und wir wollen, dass sich unsere beiden Regionen immer mehr miteinander verbinden“, so Kirzinger. Vor dem Hintergrund der „Kulturhauptstadt Europas Pilsen“ im kommenden Jahr hatte Kirzinger zahlreiche Ideen, für die sie ihren Gast aus Tschechien begeistern konnte. Auch ein gemeinsames Projekt der Waidhauser Imker mit den bestens organisierten Imkern auf der tschechischen Seite stieß die Bürgermeisterin an und konnte den Hobby-Imker Nenutil dafür gewinnen.

Um die „große Politik“ ging es zwischen MdB Uli Grötsch und Senator Nenutil. Die Drogenproblematik an der deutsch-tschechischen Grenze war auch hier wieder eines der bestimmenden Themen: „Wir müssen im Europäischen Rat Druck machen, dass Polen die EU-Richtlinie2001/83EG aus dem Jahr 2001 endlich umsetzt und somit der Nachschub des Crystal-Grundstoffs Ephidrin nach Tschechien abgeschnitten wird“, appellierte Grötsch. Weiterhin war die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung ein großes Thema: „Wir würden uns wünschen, dass die Grenze auch bei der Gesundheitsversorgung fällt“, so Nenutil. Der Einsatz des Rettungshubschraubers Christoph 80 kam hier ebenso zur Sprache wie das Weidener Klinikum. MdB Grötsch sagte zu, sich bei den Krankenkassen und dem Bundesgesundheitsministerium um das Thema zu bemühen. Einhellig ablehnend standen sich die Gesprächsteilnehmer beim Thema „Maut“ gegenüber. „Wir verstehen, dass Ihr eine Autobahn-Maut einführen wollt, würden es aber sehr negativ sehen, wenn Ihr die Maut auch auf allen anderen Straßen einführen würdet. Wir wollen gute Nachbarn sein und nicht „die Ausländer““, so Nenutil.

2014-09-19T12:55:22+00:00 19/09/2014|