Kultusminister einigen sich auf Sommerferienzeiten: Ein Kompromiss für die Tourismusbranche

Sommerferien
Die Kultusminister der Länder haben gestern in der Kultusministerkonferenz die Sommerferienzeiten für den Zeitraum von 2018 bis 2014 festgelegt. Im Durchschnitt liegen die Ferien in einem Korridor von 84,6 Tagen.

„Die Entscheidung der Kultusministerkonferenz, den ursprünglich vorgesehenen Sommerferienkorridor von durchschnittlich 81,6 Tagen auf 84,6 Tagen auszuweiten, ist ein guter Schritt in die richtige Richtung“, so der Weidener Bundestagsabgeordnete Uli Grötsch. „Der von uns geforderte maximale Korridor von insgesamt 90 Tagen wurde allerdings nicht ausgeschöpft“ bedauert der Tourismuspolitiker. In den Jahren 2018 und 2022 betragen die Sommerferien sogar nur 80 Tage.

 

Dennoch sind für die meist kleinen und mittelständisch geprägten Akteure in der Tourismusbranche die verlängerten Sommerferien im Vergleich zu den Vorjahren ein guter Kompromiss zwischen wirtschaftlichen und pädagogischen Gesichtspunkten. Die Kultusminister haben zumindest teilweise die Aspekte anderer Politikbereiche in der Planung berücksichtigt.

Besonders Familien mit schulpflichtigen Kindern, können von der Ausweitung des Ferienzeitkorridors ab 2018 profitieren, da sie dann nicht von extrem starken Verkehrsaufkommen und überhöhten Preisen durch Überbelastung der Beherbergungsbetriebe in komprimierten Ferienzeitkorridoren betroffen sein werden. Aber auch die finanzielle Belastung der Akteure im Tourismussektor in kurzen Sommerferienkorridoren wie beispielsweise in diesem Jahr mit nur 71 Tagen wird durch die neue Regelung eingedämmt.

„Ich bin zuversichtlich, dass die Kultusminister für die Jahre ab 2025 die Sommerferien kontinuierlich weiter ausdehnen werden. Wir bleiben jedenfalls am Ball“ verspricht Grötsch.

2014-06-13T09:37:31+00:00 13/06/2014|