MdB Grötsch anlässlich des Red Hand Days: Kinder gehören in die Schule und nicht in den Krieg!

Jedes Jahr wird am 12. Februar der Internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten begangen, auch „Red Hand Day“ genannt. Damit soll dem Leid von rund 250.000 Kindern in bewaffneten Konflikten gedacht werden.

„Kinder leiden am meisten unter Kriegen und Konflikten. Ihr Einsatz in Armeen und bewaffnete Gruppen ist eine Verletzung von Kinderrechten, bei Kindern unter 15 Jahren sogar ein Kriegsverbrechen“, so der Bundestagsabgeordnete Uli Grötsch. „Das muss sofort gestoppt werden! Kinder gehören in die Schule und nicht in den Krieg“, fordert der SPD-Politiker und Vater von zwei Kindern.

UNICEF geht in Schätzungen von bis zu 250.000 Kindersoldaten weltweit aus. Die Vereinten Nationen geben an, dass in 20 Ländern und in rund 50 Armeen und bewaffneten Gruppen schwerste Menschenrechtsverletzungen gegen Kinder begangen werden – dazu gehören die Rekrutierung von Kindersoldaten, die Tötung und Verstümmelung von Kindern oder Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser. Zu diesen Staaten zählen Indien, Myanmar, Jemen, Kolumbien, Philippinen und die Demokratische Republik Kongo. Um Kriegsverbrechen an Kindern aufklären und ahnden zu können, muss der Internationale Strafgerichtshof weiter gestärkt werden. „Staaten wie China, Indien, USA, Russland, Türkei und Israel müssen das Gericht in Den Haag endlich anerkennen und unterstützen“, macht Grötsch deutlich.

Am 12. Februar 2002 trat das Zusatzprotokoll zur UN‑Kinderrechtskonvention zum Verbot des Einsatzes von Kindern als Soldaten in Kraft, dem bis heute 168 Staaten beigetreten sind. Deutschland hat das Zusatzprotokoll im Dezember 2004 ratifiziert.

2019-02-13T13:00:26+00:00 12/02/2019|