MdB Grötsch und Amberger Rabbiner Dray: Kein Platz für Antisemitismus in der Oberpfalz

„Rabbiner Dray und ich sind uns einig: Wir setzen uns gemeinsam gegen Antisemitismus in der Oberpfalz und für eine offene Gesellschaft ein“, stellt der Bundestagsabgeordnete Grötsch nach seinem Treffen mit Elias Dray, Rabbiner in Amberg, fest. 1800 antisemitische Straftaten wurden in Deutschland 2018 verübt. Das ist ein Anstieg um 20 Prozent. 90 Prozent davon hatten einen rechtsextremistischen Hintergrund.

Grötsch hatte Rabbiner Dray in den Bundestag eingeladen, um mit ihm nach dem Terrorangriff eines Rechtsextremen auf eine Synagoge in Halle über die stetig wachsende Bedrohung für jüdische Bürgerinnen und Bürger zu sprechen und ihm seine vollste Unterstützung bei der Bekämpfung des Antisemitismus zuzusichern. „Das Judentum ist ein Teil von Deutschland – und zwar seit mehr als 1700 Jahren. Es ist traurig genug, dass man das nach dem Holocaust noch betonen muss“ zeigt sich Grötsch betroffen.

Grötsch und Dray seien sich auch einig, dass die Auseinandersetzung mit Antisemitismus vor allem in den Schulen stattfinden müsse. „Wichtigste Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler, aber das Thema ist auch eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung“, so Grötsch.

Wie konkret der Kampf gegen den Antisemitismus in der Oberpfalz aussehen soll und welche Akteure noch mit ins Boot geholt werden, wollen Dray und Grötsch bei einem nächsten Treffen besprechen. „Der erste Schritt ist nun gemacht. Die jüdischen Gemeinden bei uns in der Oberpfalz sollen wissen, dass sie nicht alleine sind und ich gemeinsam mit meiner Partei an ihrer Seite stehe“, verspricht der SPD-Politiker.

2019-12-04T10:20:13+00:00 04/12/2019|