MdB Uli Grötsch informiert sich bei der AOK

Tirschenreuth. Zu einem Informationsgespräch trafen sich kürzlich MdB Uli Grötsch (SPD) und AOK Direktor Klaus Lill (Bayern – Direktion Tirschenreuth). Direktor Lill informierte den Abgeordneten über die aktuelle Situation des Gesundheitswesens vor allem nach Inkrafttreten des Finanzstruktur- und Qualitätsweiterentwicklungsgesetz (FQWG).

SONY DSCUnsere Gesellschaft wird immer älter, dadurch werden auch die Ausgaben für die Gesundheitsversorgung langfristig steigen. Wenn wir weiterhin eine hochwertige Versorgung sicherstellen wollen, ohne die Krankenkassenmitglieder über Gebühr zu belasten, müssen wir die Finanzstruktur der Gesetzlichen Krankenversicherung nachhaltig festigen. Sie sichert einen fairen Wettbewerb zwischen den Kassen und stärkt die Qualität in der Versorgung. Davon profitieren vor allem die Versicherten. Hierbei stieß Lill auf offene Ohren bei MdB Grötsch: „Die SPD-Bundestagsfraktion bekennt sich nachhaltig zur gesetzlichen Krankenversicherung. Eine hochwertige medizinische Versorgung in allen Lebensbereichen muss auch künftig eine Selbstverständlichkeit in Deutschland sein“, so Grötsch.

In diesem Zusammenhang erläuterte Direktor Lill auch die derzeitige Problematik der hausarztzentrierten Versorgung (Hausarztvertrag). Die AOK Bayern hält weiterhin an der hausärztlichen Versorgung fest.

Direktor Lill verwies weiterhin auf die vielfältigen Aktionen und Projekte die die AOK im Rahmen der Gesundheitsförderung in Form von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung (mehr als 25 % der Maßnahmen werden durch die AOK Bayern durchgeführt) sowie durch Seminare für Arbeitgebern zu verschiedensten Themen durchführt. Ausführlich wurde auch über die erweiterten Vorsorgeleistungen diskutiert. Unter dem Motto „Mehr Vorsorge für mich“ profitieren die Versicherten von insgesamt 16 AOK-Pluspunkten für die Gesundheit. Ziel der AOK ist es, den Service für Versicherte und Arbeitgeber auszubauen. Beim Thema „Gesundheitsvorsorge“ stießen die Gesprächspartner ins gleiche Horn: „Eine aktive Gesundheitspolitik muss dort ansetzen, wo Krankheiten entstehen und nicht nur die Symptome lindern. Deshalb freue ich mich über die Initiative von Direktor Lill und der AOK in Tirschenreuth“, so Grötsch.

Lill verwies auch auf das eben neu erschienen Gesundheitsprogramm der AOK-Direktion Tirschenreuth. Darin sind wieder fast 50 Kurse und Veranstaltungen zu den Themen Bewegung, Ernährung und Entspannung. Auch Projekte wie z. B. „Gute gesunde Schule“ in denen Lehrern und Schülern richtige Ernährung nähergebracht wird oder die jährlich stattfindenden Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ an der im Jahr 2014 in Bayern mehr als 50000 Teilnehmer zu verzeichnen waren, wurden angesprochen.

Die AOK Bayern ist auch weiterhin an der Standorterhaltung und Sicherung der Arbeitsplätze interessiert. Nahezu 70 kompetente Mitarbeiter in drei Geschäftsstellen sichern  die örtliche Nähe zum Versicherten und sind damit auch als Arbeitgeber ein wichtiger Teil der Region. Direktor Lill betonte auch, daß die Prävention nicht nur Aufgabe der gesetzlichen Krankenversicherung, sondern auch durch die privaten Krankenversicherung praktiziert werden sollte.

2015-01-24T18:37:09+00:00 24/01/2015|