Mein Praktikum bei Uli Grötsch: Bericht von Ebru Duman

Mein Name ist Ebru Duman und ich komme aus der Türkei. Ich habe meinen Bachelor auf Nord-Zypern im Bereich Journalismus und Kommunikation absolviert. Danach wollte ich sofort als Journalistin arbeiten und habe in der Türkei in Izmir als Journalistin für die türkische Zeitung „Milliyet“ geschrieben. Weil sich aber der Zustand des Journalismus seit 2016 verschlechtert hat, habe ich mich entschieden nach Deutschland zu gehen. Jetzt mache ich meinen Master der European Studies an der Europa Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Um mehr praktische Erfahrungen neben dem Studium zu sammeln, habe ich mich für ein Praktikum bei Uli Grötsch beworben und durfte ihn acht Wochen bei seiner Arbeit begleiten. Für mich war das Praktikum sehr wichtig, weil es mir eine Tür auch für journalistische Tätigkeiten geöffnet hat.

 

Was habe ich während des Praktikums erlebt?

Zu meinen alltäglichen Aufgaben gehörte zum Beispiel die Bearbeitung des Posteingangs. Ich habe also zweimal am Tag Ulis Post abgeholt und sortiert. Ein Angebordneter bekommt viele  Bürgerbriefe; das sind Briefe, in denen Bürgerinnen und Bürger ihre Problem schildern und um Hilfe bitten. Die Beantwortung dieser Briefe gehörten auch zu meinen Aufgaben. Uli Grötsch lädt sehr oft Besuchergruppen aus seinem Wahlkreis nach Berlin ein. Ich durfte bei den Gesprächen immer dabei sein. Das war für mich das Wichtigste, weil ich persönlich solche Gespräche mit Bürgern sehr interessant finde. Häufig hat Uli Interviews und Hintergrundgespräche mit Journalisten geführt. Für mich als Journalistin war das besonders interessant, da ich zum ersten Mal miterlebt habe, wie deutsche Medien arbeiten. Ich habe Uli auch oft bei den Treffen der SPD-Landesgruppe Bayern begleitet; dort lernte ich die anderen bayerischen SPD-Abgeordneten kennen. In den Sitzungswochen des deutschen Bundestages habe ich regelmäßig auf der Besuchertribüne des Plenarsaals live die Plenardebatten verfolgt und konnte von oben auch Uli beobachten. Es ist eine tolle Erfahrung! Außerdem nahm ich in Sitzungswochen an den Sitzungen des Innenausschusses und der SPD-AG Inneres teil. In den Sitzung habe ich erfahren, wie sich die Abgeordneten von allen Parteien zu wichtigen Themen positionieren. Im Innenausschuss sind auch regelmäßig Gäste anwesend, wie z.B. der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz Thomas Haldenwang oder auch der Bundesinneminister Horst Seehofer. Ich durfte auch einmal an der Fraktionssitzung der SPD-Bundestagsfraktion teilnehmen. Das war auch sehr interessant. Neben all diesen Tätigkeiten im Büro, konnte ich an vielen Veranstaltungen des SPD-Praktikant*innen-Programms teilnehmen. Wir haben  wichtige Institutionen besucht, wie z.B. den Bundesrat, die Bundespressekonferenz und das Bundeskanzleramt.

Was hat mich besonders beeindruckt? 

„Ich will, dass sich unser Land in Zukunft weiter positiv entwickelt. Dass alle Menschen in Deutschland und Europa die gleiche Chance auf ein gutes Leben haben- unabhängig von ihrer Herkunft.“, sagt Uli in seinem Motivationschreiben auf seiner Homepage. Hier möchte ich betonen, dass Integration auf Gegenseitigkeit beruht. Die Menschen, denen ich bisher in Deutschland begegnet bin, waren immer zugewandt und offen für Personen, die aus unterschiedlichen Gründen hier in Deutschland – in einem demokratischem Land – ihr Leben weiterführen möchten. Uli ist auch genauso offen für Menschen, die eben nicht gebürtige Deutsche sind. Er hat eine weltoffene Art. Damit hat er mir geholfen, mich während meines Praktikums zu Hause zu fühlen. Als Uli per E-Mail von einem Rechtsextremisten bedroht wurde, hat mich seine Reaktion darauf beeindruckt: Er hat hat es öffentlich gemacht und sich gegen Rechts positioniert.

Ein starkes Team hinter Uli Grötsch!

Glücklicherweise durfte in einem Team arbeiten, das mir alles erleichtert hat. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Katharina Antoniades hat mich von Anfang an immer bei jeder Schwierigkeit unterstützt. Sie ist immer offen für jede Frage. Sie hat mir viel erklärt, sowohl über inhaltliche Themen als auch über die Büroarbeit im Allgemeinen. Ulis Büroleiterin Selda Özdemir hat mich bei inhaltlichen Arbeiten, wie z.B. Recherche für Ulis Reden, unterstützt. Ich hatte großes Glück, weil auch die Kolleginnen und Kollegen der Nachbarbüros immer warmherzig und kommunikativ waren. Das hat mir besonders geholfen, mich sofort wohl zu fühlen. Ein großes Danke an Uli, Katharina und Selda. Ich kann es jedem empfehlen, bei Uli Grötsch ein Praktikum zu machen. Vielleicht hat Dir mein Bericht geholfen, einen Eindruck von der parlamentarischen Arbeit zu bekommen. Du brauchst Dir jedenfalls keine Sorgen zu machen; Uli und sein Team nehmen sich viel Zeit für Praktikanten.

2019-10-31T10:55:16+00:00 31/10/2019|