Mein Praktikum bei Uli Grötsch: Bericht von Eva Kreuzer

In meiner Zeit im Berliner Büro von Uli habe ich viele neue Dinge kennengelernt und Erkenntnisse erlangt:

1. Corona nervt! Mehr gibt’s dazu glaube ich nicht mehr zu sagen…

2. Das Paul-Löbe-Haus und die damit verbundenen Häuser sind ganz schöne Labyrinthe. Habe mich mehr als einmal verlaufen. Zum Glück sind alle Kolleginnen und Kollegen hier sehr hilfsbereit und haben mir immer gerne geholfen mich zu Recht zu finden.

3. Uli ist ganz schön auf Achse! Denn: Der Terminkalender eines Abgeordneten ist Tag für Tag sehr voll. Die ersten Termine beginnen schon früh am Morgen und die letzten gehen bis spät in den Abend. Zusätzlich muss auch immer mal wieder zwischen Berlin und der Heimat gependelt werden. Kommt der denn überhaupt zu genug Schlaf?!

4. Mir war bis jetzt nicht bewusst, was alles im Hintergrund passieren muss, dass Uli seine Termine auch reibungslos und gut vorbereitet wahrnehmen kann. Das Team im Büro setzt wirklich alles daran, dass nix schief geht. Und wenn es bedeutet spontan eine Rede für den nächsten Morgen aus dem Hut zu zaubern , die Abholung vom Bahnhof zu organisieren, die Versorgung mit alkoholfreiem Bier im Sommer zu gewährleisten oder die Anrufe und Mails von (meistens sehr freundlichen aber manchmal auch) ungehobelten Mitbürgern zu beantworten – Katharina und Selda sind stets zur Stelle! Trotz ihrer vielen Arbeit hatten sie stets ein offenes Ohr für mich und haben sich die Zeit genommen mir so viel wie möglich zu erklären. Außerdem hatte ich die Möglichkeit bei vielen von Ulis Terminen mit dabei zu sein. Es ist wirklich spannend zu sehen, was in den AGs, Ausschüssen und Landesgruppensitzungen so besprochen wird und vor allem wie alles von statten geht. Ein besonderes Highlight meiner Zeit hier in Berlin war die Islamkonferenz. Diese war eine Veranstaltung über Muslime in Deutschland und die Herausforderungen, die für sie damit verbunden sind. Dabei haben Uli und die Familienministerin Franziska Giffey gesprochen und es gab eine Podiumsdiskussion mit den verschiedensten Teilnehmern. Ich konnte dabei mithelfen und einen kleinen Teil dazu beitragen, dass die Veranstaltung ein Erfolg wurde. Zum Beispiel habe ich die Teilnehmer zum Andachtsraum begleitet oder ihnen (versucht) zu helfen, sich im Paul-Löbe- Haus zurecht zu finden.

5. Politiker sind ganz normale Menschen! Als erstes war es komisch die mir nur aus den Medien bekannten Gesichter plötzlich live zu sehen. Aber das wird hier schnell zum Alltag, denn es ist in einer Sitzungswoche nichts Ungewöhnliches mit Olaf Scholz im Aufzug zu stehen oder Cem Özdemir in der Kantine zu begegnen. Sie sind eben doch nur Menschen wie du und ich (auch wenn es der eine oder andere hier vielleicht nicht wahrhaben möchte).

Alles in Allem kann ich sagen, dass es sich wirklich lohnt und auch Spaß macht hier im Berliner Büro von Uli ein Praktikum zu machen. Auch wenn meines wegen der Corona Krise leider etwas verkürzt werden musste, habe ich viel gesehen und viel erlebt. Ich bin froh für jeden einzelnen Tag!

2020-04-03T14:31:47+00:00 03/04/2020|