Mein Praktikum bei Uli Grötsch – Bericht von Jakob Haberberger

DSC_0685-kleinMein Name ist Jakob Haberberger, 25, und komme aus Eschenbach in der Oberpfalz. Ich studiere Politikwissenschaft und Geschichte an der Universität Regensburg. Aus diesem Grund machte ich in den Semesterferien vom 14. September bis 9. Oktober 2015 ein Praktikum im Büro des Weidener Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch.

„Berlin, Praktikum im Bundestag, Wahnsinn!“ So oder so ähnlich waren meine Gedanken als ich die Zusage für ein vierwöchiges Praktikum bei MdB Uli Grötsch erhielt. Je näher der Praktikumsbeginn rückte, desto größer wurde meine Nervosität, hatte ich doch keine Ahnung was mich erwarten würde. Ich hoffte lediglich, das an der Uni Gelernte irgendwie anwenden zu können.

Nach dem ersten Arbeitstag war mir klar, dass alle Nervosität umsonst gewesen war. Ulis Mitarbeiterinnen Katharina und Selda nahmen mich herzlich auf und spannten mich sofort mit in die täglichen Aufgaben ein. Die Arbeitsatmosphäre war durchweg positiv und entspannt. Neben den „klassischen“ Praktikantenaufgaben, wie z. B. Post abholen und sortieren sowie „Botengänge“ oder die Kaffeemaschine bedienen, wurden mir auch unterschiedlichste Rechercheaufgaben gestellt. Darunter aus aktuellem Anlass die Erstellung eines Factsheets mit den wichtigsten Fragen zum Thema Flüchtlinge. Ich sollte mich weiterhin über das Verbot von Pelztierfarmen und Fracking erkundigen. Aufgrund der hohen Relevanz für Ulis Wahlkreis bestand ein Großteil meiner Arbeit darin, Informationen zum Krankenhausstrukturgesetz zu sammeln, denn zu einer Demo gegen das Gesetz hatten sich Vertreter der Kliniken Nordoberpfalz AG aus dem Wahlkreis angekündigt. Hier wird deutlich wie abwechslungsreich sich die Arbeit der Mitarbeiter von Bundestagsabgeordneten gestaltet und mit wie vielen Themenbereichen sie konfrontiert werden.

Neben den Bürotätigkeiten durfte ich Uli zu den unterschiedlichsten Arbeitsgruppen und Ausschüssen begleiten. Darunter der Innenausschuss und die Arbeitsgruppe Strategien gegen Rechtsextremismus. Aber auch fachfremde Ausschüsse wie den Bildungsausschuss, Sportausschuss und Kultur- und Medienausschuss konnte ich besuchen. Hier konnte ich die Politik nicht nur trocken theoretisch erleben, sondern war hautnah dabei, wie Entscheidungen getroffen wurden.

Genauso durfte ein Besuch im Plenum nicht fehlen. Dort hatte ich das Glück einer emotionalen und spannenden Debatte zum Thema TTIP beiwohnen zu können. Dies war für mich auch eins meiner persönlichen Highlights des Praktikums.

Das Praktikantenprogramm der SPD-Bundestagsfraktion bot eine Vielzahl von Veranstaltungen. Hier konnte ich an Führungen durch das Willy-Brandt-Haus und durch das  Bundeskanzleramt teilnehmen. Interessant waren auch die Gespräche mit Vertretern der Bundespolizei und mit MdB Lothar Binding, der anschaulich und unterhaltsam die Griechenlandkrise erläuterte.

Die vier Wochen vergingen leider zu schnell und ich wäre gern noch länger geblieben. Ich kann jedem nur empfehlen sich auch für ein Praktikum bei einem Bundestagsabgeordneten zu bewerben. Es war eine Erfahrung die ich nicht missen möchte. Für mich war das Praktikum auch ausschlaggebend letztendlich der SPD beizutreten, sehe ich mich doch am besten durch sie vertreten.

Abschließen bleibt mir nur noch eins zu sagen: Danke für die einmalige Chance und Danke an Uli, Ina und Selda, dass sie mich so herzlich aufgenommen haben und mir meine kleinen Fehler mit Ruhe und Geduld erläutert haben. Es war mir eine Ehre hier arbeiten zu dürfen.

2015-10-09T12:40:29+00:00 09/10/2015|