Oberpfälzer SPD-Bundestagsabgeordnete machen bei der Bahn Druck

„Die Umsteigezeiten zwischen den Regionalzügen aus der Oberpfalz und den ICE-Verbindungen in Nürnberg müssen dringend kürzer werden“, forderten die beiden Oberpfälzer SPD-Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder (Schwandorf) und Uli Grötsch (Weiden) bei einem Gespräch in Berlin mit Bahnvorstand Ronald Pofalla und dem Bahn-Bevollmächtigten in Bayern Klaus-Dieter Josel. Umsteigezeiten von rund 45 Minuten sind aktuell der Normalfall. „Wir haben die klare Erwartung geäußert, dass sich die Wartezeiten in Nürnberg verkürzen müssen“, betonen Grötsch und Schieder.

Grötsch machte bei dem Gespräch gegenüber dem Bahnvorstand auch deutlich, dass die geplante monatelange Streckensperrung im Zuge der Bahndammsanierung zwischen Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg und Vilseck 2019 für Unmut in der nördlichen Oberpfalz sorgt. „Viele Berufspendler aus der Stadt Weiden und Umgebung sind auf funktionierende und auch zeitlich attraktive Bahnverbindungen nach Nürnberg angewiesen. Abschnittsweise Bauarbeiten mit kürzeren Vollsperrungen oder eine Verschiebung der Arbeiten in die Hauptferienzeit wären für die Bahnkunden erträglicher“, erklärt der SPD-Politiker.

Auch die Elektrifizierung der Strecke Hof – Regensburg war Gegenstand der Gespräche. Marianne Schieder mahnte an, einen zeitlichen Rahmen für den Ausbau zu nennen. „Die Kommunen warten auf konkrete Informationen für ihre eigene Planungssicherheit“, bekräftigt die Abgeordnete. Mit dem auf den Weg gebrachten Gesetz zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren im Verkehrsbereich, das auch den Abschnitt Hof – Regensburg umfasst, soll der Ausbau schneller vorangebracht werden. „Da die Elektrifizierung wie ein Neubau der Strecke behandelt werden soll, verbessern sich auch die Voraussetzungen für den Lärmschutz“, so die Abgeordnete weiter.

2018-10-12T14:21:18+00:00 12/10/2018|