SPD-Abgeordnete kämpfen für Metropolenbahn

Für die Metropolenbahn sprechen viele Argumente. Darin sind sich die oberpfälzer SPD-Landtagsabgeordneten Annette Karl, Franz Schindler, Reinhold Strobl und Margit Wild einig. Schon zu Zeiten des Eisernen Vorhangs hätten sie auf die Wichtigkeit einer Bahnanbindung nach Tschechien hingewiesen. Jetzt gehe es darum, für die Aufnahme der Metropolenbahn zu werben. Derzeit, so Reinhold Strobl, würde lt. Bundesverkehrsministerium die gesamtwirtschaftliche Vorteilhaftigkeit untersucht. Wenn die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen nachgewiesen werden könne, würde sie auch in den neuen BVWP aufgenommen, der Ende dieses Jahres vorgelegt werden soll. Anschließend würde dann der Deutsche Bundestag über einen neuen Bedarfsplan für die Bundesschienenwege und damit auch über die Aufnahme der Metropolenbahn entschieden. Das würde dann eine Bundesfinanzierung ermöglichen.

Unterstützung erhalten die Landtagsabgeordneten hierbei auch von ihren Kollegen aus dem Deutschen Bundestag: „Marianne Schieder und ich werden uns gemeinsam mit Nachdruck für die Realisierung der Metropolenbahn einsetzen und darauf drängen, dass sie Berücksichtigung im Bundesverkehrswegeplan finden wird“, sagte der Weidener Bundestagsabgeordnete Uli Grötsch. „Neben den geografischen Vorteilen sehe ich auch die positiven Auswirkungen für die Landkreise Schwandorf und Cham“, so Marianne Schieder.

Aus diesem Grund sprechen sich die SPD-Abgeordneten dafür aus, analog der Oberfranken ebenfalls ein deutsch-tschechisches Eisenbahnsymposium zu veranstalten, an dem die Abgeordneten aller Parteien, Kommunalpolitiker, die Wirtschaft und andere eingeladen werden sollten. Es müsse deutlich werden, so Annette Karl, wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD- Landtagsfraktion, dass die ganze Region hinter dieser Forderung stehe und nicht nur einzelne Mandatsträger. Ein Gutachten habe aufgezeigt, dass die Metropolenbahn Nürnberg/München – Schwandorf – Prag nicht nur die Fahrzeiten München – Prag um fast 1/3 verkürzen würde, sondern auch die Fahrzeit mit dem Zug von Nürnberg nach Prag und sogar schneller wäre als der derzeitige Fernbus Nürnberg – Prag. „Wir dürfen die Chance nicht verpassen. Wir müssen jetzt versuchen, diese Strecke in den Bedarfsplan zu bekommen. Der bayerische-böhmische Wirtschaftsraum braucht für seine weitere Entwicklung endlich leistungsfähige Schienenverbindungen. Die Tschechen haben hier ihre Hausaufgaben erledigt, es ist an der deutschen Seite nachzuziehen.“, so Karl.

2015-02-11T14:20:24+00:00 11/02/2015|